Kurzinformationen zu EU-Aktionsprogrammen

(Stand August 2018)

Hier finden Sie unsere Kurzinformationen zu EU-Aktionsprogrammen, die für unsere Kunden von besonderem Interesse sind.

Ziele des Programms:

COSME baut auf den Erfolgen des aktuellen Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) auf. Mit COSME fördert die Europäische Union Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit besonderem Schwerpunkt auf KMU.

Ziele des Programms sind:

  • die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen, insbesondere KMU,
  • die Förderung einer unternehmerischen Kultur und Unterstützung der Neugründung und des Wachstums von KMU.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Am Programm teilnehmen können alle EU-Mitgliedsstaaten. Die Teilnahme steht unter bestimmten Voraussetzungen auch den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), den Beitrittsländern, den Bewerberländern und potenziellen Bewerbern sowie den in die Europäische Nachbarschaftspolitik einbezogenen Ländern offen.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sowie öffentliche und private Akteure, die im Bereich der Unternehmensförderung tätig sind.

ACHTUNG: Anträge werden im Programm COSME durch Intermediäre eingereicht, wie z. B. Finanzintermediäre (Banken etc.), Wirtschaftskammern, Bundesministerien u. ä. bzw. Ersteller von Studien. KMU bzw. Unternehmen können in diesem Policy- Programm nicht direkt einreichen.

Budget:

Für die Durchführung des Programms bis 2020 ist eine Finanzausstattung in Höhe von 2,3 Milliarden Euro festgelegt.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Mit dem Programm werden Finanzierungsinstrumente und Zuschüsse unterstützt. Rund 60 % der Mittel werden für Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Zu den Finanzierungsinstrumenten gehören eine Eigenkapitalfazilität und eine Kreditbürgschaftsfazilität.

Der Schwerpunkt der Eigenkapitalfazilität für Wachstum liegt auf Fonds, die Unternehmen in der Expansions- und Wachstumsphase, insbesondere grenzüberschreitend tätigen Unternehmen, Risikokapital und Mezzanine-Finanzierungen zur Verfügung stellen.

Die Finanzierungsinstrumente werden durch Finanzintermediäre auf europäischer, nationaler oder regionaler Ebene (u. a. die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Europäische Investitionsfonds (EIF)) umgesetzt.

Neben diesem Feld „Verbesserung des Zugangs von KMU zu Finanzmitteln“ werden folgende Bereiche gefördert:

  • Verbesserung des Marktzugangs von Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU. Hierunter fällt die Bereitstellung unterstützender Dienstleistungen für KMU durch das Enterprise Europe Network.
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen sowie
  • Förderung der unternehmerischen Initiative. Hierunter fällt unter anderem die „Erasmus for Young Entrepreneurs“-Richtlinie.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms

Mit dem Programm „Kreatives Europa“ investiert Europa in eine Branche, die großes Beschäftigungs- und Wachstumspotenzial bietet und zu Innovation und sozialem Zusammenhalt beiträgt. Kreatives Europa schützt und fördert sprachliche und kulturelle Vielfalt und stärkt dieWettbewerbsfähigkeit des Kultur- und Kreativsektors. Kreatives Europa baut auf dem Erfolg der Programme MEDIA, MEDIA Mundus und Kultur auf.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Am Programm Kreatives Europa nehmen aktuell folgende Länder teil:

die 28 Mitgliedstaaten der EU,

  • Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR): Island, Norwegen

  • assoziierte Länder: Albanien, Armenien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Republik Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Republik Moldau, Ukraine, Tunesien, Kosovo

Es ist möglich, Kultureinrichtungen aus Ländern, die nicht am Programm teilnahmeberechtigt sind, als sogenannte „Dritte“ (engl. third parties) am Projekt zu beteiligen. Hierbei ist zu beachten, dass der Projektfokus dennoch ein klar europäischer sein muss. Die Kosten, die in Zusammenhang mit Dritten entstehen, dürfen 30 % der gesamten förderfähigen Kosten nicht überschreiten.

Auf der Internetseite der das Programm umsetzenden Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) finden Sie eine stets aktualisierte Liste der teilnahmeberechtigten Länder.

Potentielle Antragsteller / Zielgruppen des Programms:

  • Künstler und Kulturschaffende

  • Filmemacher, Filmverleiher, Vertriebsstellen und audiovisuelle Fachleute

  • kreative Organisationen und Filmschaffende

  • Verlage

Das Programm beinhaltet ein neues Finanzierungsinstrument, das kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu  rivatfinanzierungen durch Garantien, die als Hebel für Darlehen von mehr als 750 Millionen Euro wirken können, vereinfacht.

Budget:

Für die Durchführung des Programms bis 2020 wurde eine Finanzausstattung in Höhe von 1,46 Milliarden Euro festgelegt.

  • Unterprogramm MEDIA: rund 56%
  • Unterprogramm Culture: rund 31%
  • crossektoral: rund 13%

Einzelziele/ Programmstruktur:

Kulturpolitik ist keine europäische Gemeinschaftspolitik, sondern wird unabhängig von den einzelnen Mitgliedsstaaten festgelegt. Gemeinsam haben sich die Mitgliedstaaten jedoch auf gemeinsame Visionen im kulturpolitischen Bereich verständigt.

Dies sind:

  • Die Schaffung eines europäischen Kulturraums

  • Die Stärkung eines wettbewerbsfähigen europäischen Kultur- und Kreativsektors

Das Programm Kreatives Europa soll diese Visionen als politisches Instrument umsetzen.

Folgende Einzelziele sollen erreicht werden:

  • Länderübergreifende und internationale Zusammenarbeit stärken,

  • Grenzüberschreitende Mobilität von Kulturund Kreativakteuren & Verbreitung von Werken fördern,

  • Neue Publikumsschichten erschließen,

  • Verbesserung des Zugangs zu kulturellen Werken,

  • Kapitalkraft von KMU stärken,

  • Länderübergreifende politische Zusammenarbeit.

Ihre Ansprechpartnerinnen in der EU Service-Agentur für das Programm:

Kathrin Hamel
Telefon: +49 391/589-8397
Fax: +49 391/589-1691
kathrin.hamel(at)ib-lsa.de

Sabine Eling-Saalmann
Telefon: +49 391/589-8381
Fax: +49 391/589-1691
sabine.eling-saalmann(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms:

Erasmus+ vereint alle bisherigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, darunter das Programm für lebenslanges Lernen (Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius, Grundtvig), Jugend in Aktion sowie fünf internationale Kooperationsprogramme (Erasmus Mundus, Tempus, Alfa, Edulink und das Programm für die Zusammenarbeit mit Industrieländern). Durch die neue Programmstruktur sollen Förderanträge erleichtert und Zugangsmodalitäten verbessert werden.

Erasmus+ zielt darauf ab, Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranzubringen. Ein wichtiges Ziel ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa, indem junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten durch Auslandserfahrungen zu erweitern.

Teilnahmeberechtiget Länder:

Am Programm nehmen aktuell 33 Programmländer teil, das sind die 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen, (Schweiz), die Türkei und Mazedonien.

Darüber hinaus können in einigen Bereichen weitere Länder als Partnerländer mitwirken.

Potenzielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Antragsberechtigt sind öffentliche und private Einrichtungen (juristische Personen), die im Bereich der Bildung (im weiteren Sinne) aktiv sind.

Budget:

Für die Durchführung des Programms bis 2020 wurde eine Finanzausstattung in Höhe von 14,7 Milliarden Euro festgelegt.

Einzelziele/ Programmsturktur:

Leitaktion 1 – Mobilität (63 % der Mittel) – Umsetzung komplett dezentral bei den nationalen Agenturen

Mobilitäten sind in diesem Kontext Auslandsreisen einer Person in ein anderes Programmland. In ERASMUS+ geht es um Lernmobilitäten. Diese Fortbildungsreisen können für einige Bildungssektoren lediglich für das Lehrpersonal beantragt werden. In einigen Bildungssektoren werden auch Lernmobilitäten für die Lernenden selbst (Studenten, Jugendliche, Auszubildende) gefördert.

Leitaktion 2 – Kooperation für Innovation und Austausch guter Praxis (28 % der Mittel) – Umsetzung z. T. dezentral, z. T. zentral über Europäische Agentur

Strategische Partnerschaften, die in Leitaktion 2 gefördert werden, sind mehrjährige Kooperationen von verschiedenen Einrichtungen aus in der Regel mindestens drei unterschiedlichen Ländern zu einem gemeinsamen Thema. Seit der Antragsrunde 2016 wird Bildungssektoren übergreifend eine Trennung zwischen kleineren prozessorientierten und großen produktorientierten Projekten erfolgen, in dem Sinne, dass getrennte Budgets vorgehalten werden.

Leitaktion 3 – Umsetzung politischer Reformen (4,2 % der Mittel)

Ihre Ansprechpartner in der EU Service-Agentur für das Programm sind:

Kathrin Hamel
Telefon: +49 391/589-8397
Fax: +49 391/589-1691
kathrin.hamel(at)ib-lsa.de

Daniel Gerlich
Telefon: +49 391/589-8396
Fax: +49 391/589-1691
daniel.gerlich(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier sowie auf den Internetseiten der Nationalen Agenturen:

www.kmk-pad.org

www.daad.de/de/index.html

www.na-bibb.de

www.jugendfuereuropa.de

Ziele des Programms:

Das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation, kurz EaSI (EU programme for Employment and Social Innovation), fasst die bereits in der aktuellen Förderperiode bekannten Programme „Progress“, „EURES“ (Europäische Arbeitsverwaltungen) und das „Europäische Mikrofinanzierungsinstrument PROGRESS“ zusammen. EaSI ist ein Programm zur direkten Unterstützung der Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU-Mitgliedsstaaten. Es zielt darauf ab:

  • ein hohes Niveau hochwertiger und nachhaltiger Beschäftigung zu fördern,
  • einen angemessenen und fairen sozialen Schutz zu gewährleisten,
  • Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen sowie
  • die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Am Programm teilnehmen können alle EU-Mitgliedsstaaten. Es steht grundsätzlich auch den EWR-Staaten Schweiz sowie den Kandidatenländern und potentiellen Kandidatenländern offen.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Teilnahmeberechtigt sind öffentliche und private Organisationen bzw. Einrichtungen, die in den genannten Bereichen tätig sind. Je nach Unterprogramm können dies sein:

  • nationale, regionale und lokale Behörden,
  • Arbeitsverwaltungen,
  • Sozialpartner,
  • Nichtregierungsorganisationen,
  • Hochschuleinrichtungen und
  • Forschungsinstitute,
  •  Finanzinstitute oder
  • Medien.

Das Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen steht öffentlichen und privaten Einrichtungen in den Mitgliedstaaten offen, die Personen und Kleinstunternehmen in den Mitgliedstaaten Mikrofinanzierungen anbieten. Existenzgründer sowie sozialwirtschaftliche Kleinstunternehmen sind nicht direkt antragsberechtigt, sondern werden durch die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen mittelbar begünstigt.

Budget:

Das Gesamtbudget für die Durchführung des Programms beträgt in den Jahren 2014 bis 2020 rund 919 Mio. Euro, davon 61 % für Progress, 18 % für EURES und 21 % für Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Programm für Beschäftigung und soziale Solidarität (Progress)

Progress fördert Maßnahmen zur Entwicklung europäischer Politikansätze im Bereich der Beschäftigungs- und Sozialpolitik und unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Ausgestaltung und Durchführung der politischen Reformen. Zudem trägt Progress dazu bei, dass die Mitgliedstaaten die EU-Rechtsvorschriften umsetzen. Außerdem gestaltet Progress den politischen Dialog in den genannten Bereichen auf nationaler, internationaler und Unionsebene. Hierbei werden Organisationen auf nationaler und Unionsebene unterstützt, die die Politiken und Instrumente der Europäischen Union vorantreiben. Und schließlich können neue Konzepte für beschäftigungs- und  sozialpolitische Strategien in Problembereichen, wie Jugendbeschäftigung und Inklusion, erprobt werden. In die Durchführung dieser Maßnahmen werden nationale, regionale und lokale Behörden sowie Sozialpartner und zivilgesellschaftliche Organisationen eingebunden.

Europäisches Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (EURES)

Das europäische Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen EURES trägt zur Verwirklichung eines funktionierenden europäischen Arbeitsmarktes bei. Über 900 EURES-Beraterinnen und Berater beraten, informieren und vermitteln Arbeitskräfte, die eine Arbeit in einem anderen EU-Land aufnehmen wollen. Gleichermaßen beraten sie Arbeitgeber, die grenzüberschreitend rekrutieren möchten und vermitteln geeignete Arbeitsuchende. Umfassende Informationen zur beruflichen Mobilität sowie Jobangebote können über das elektronische EURES-Portal abgerufen werden. Darüber hinaus bietet die Europäische Kommission gezielte Programme zur  Unterstützung der Mobilität von Arbeitskräften an. Diese Maßnahmen auf europäischer Ebene werden durch Leistungen der Mitgliedstaaten ergänzt.

Programm Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum

Das Programm Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum unterstützt Mikrokreditanbieter und -institute, die finanzielle Unterstützungen für sozial schwache Gruppen und Kleinstunternehmen gewähren. Außerdem wird die Entwicklung des Markts für Sozialunternehmen gefördert und Sozialunternehmen der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten erleichtert. Mit diesen Maßnahmen sollen Benachteiligungen beim Zugang zum herkömmlichen Kreditmarkt ausgeglichen werden. Das Programm unterstützt Personen auf dem Weg in die Selbständigkeit und Kleinstunternehmen sowohl in der Gründungs- als auch Aufbauphase. Hierbei liegt im Aufbau der institutionellen Kapazitäten von Mikrokreditanbietern ein Förderschwerpunkt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1081&langId=de

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1081

Ziele des Programms:

Das Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2014-2020 unterstützt Projekte, Studien und Veranstaltungen, die zu folgenden Zielen beitragen:

  • den Bürgerinnen und Bürgern ein Verständnis von der Europäischen Union, ihrer Gecshichte und ihrer Vielfalt zu vermitteln,
  • die Unionsbürgerschaft zu fördern und die Bedingungen für die demokratische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger auf EU-Ebene zu verbessern.

Teilnahmeberechtigte Länder:

  • die 28 EU-Mitgliedsstaaten
  • Albanien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo
  • Teilnahme weiterer europäischer Länder möglich

Potenzielle Antragtsteller/ Zielgruppen des Programms:

Eigener Rechtsstatus, Nicht-gewinnorientierte Tätigkeit

Spezifische Antragsteller je Maßnahmenbereich

Budget:

Für die Durchführung des Programms bis 2020 wurde eine Finanzausstattung in Höhe von 185,5 Mio. Euro festgelegt.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Das Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2014-2020 ist in zwei Programmbereiche untergliedert:

Programmbereich 1 „Europäisches Geschichtsbewusstsein“ richtet sich an Organisationen und Institutionen, die sich mit  Erinnerungsarbeit und europäischer Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Reflexion über europäische Werte befassen.

Programmbereich 2 „Demokratisches Engagement und Partizipation“ betrifft insbesondere Städtepartnerschaften und -freundschaften, Vereine und Verbände, Bildungseinrichtungen, kirchliche Einrichtungen etc.:

  • Bürgerbegegnungen
  • Vernetzung von Partnerkommunen
  • Zivilgesellschaftliche Projekte

Daneben sind noch Mittel für die bereichsübergreifende Valorisierung und die Programmverwaltung bereitgestellt.

Ihre Ansprechpartnerin in der EU Service-Agentur für das Programm ist:

Kathrin Hamel
Telefon: +49 391/589-8397
Fax: +49 391/589-1691
kathrin.hamel(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.kontaktstelle-efbb.de

http://eacea.ec.europa.eu/europe-for-citizens_en

Ziele des Programms:

Das Programm „Gesundheit“ (2014-2020) ist das dritte mehrjährige Aktionsprogramm der Europäischen Union (EU) im Bereich Gesundheit. Es soll die Mitgliedsstaaten dabei unterstützen:

  • die Reformen vorzunehmen, die für innovative und nachhaltige Gesundheitssysteme erforderlich sind,
  • Bürgerinnen und Bürgern mehr Zugang zu besserer und sicherer Gesundheitsversorgung zu geben,
  • die Gesundheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu fördern und Krankheiten vorzubeugen,
  • Bürgerinnen und Bürger vor grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen zu schützen.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Am Programm teilnehmen können:

  • alle EU-Mitgliedsstaaten,
  • die EU-Beitrittsländer, die Bewerberländer oder die potenziellen Bewerberländer, die durch eine Heranführungsstrategie unterstützt werden,
  • die Länder der Europäischen Freihandelszone (EFTA) gemäß den in dem Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) festgelegten Bedingungen,
  • die Nachbarländer und in die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) einbezogenen Länder gemäß den in den bilateralen oder multilateralen Vereinbarungen festgelegten Bedingungen.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Die EU kann sich zudem finanziell beteiligen in Form von Finanzhilfen oder öffentlichen Aufträgen, mit dem Ziel, Maßnahmen mit einem EU-Mehrwert zu finanzieren oder nichtstaatlichen Stellen Finanzhilfen für ihre Arbeit zu gewähren. Diese Finanzhilfen können 60 % der förderfähigen Kosten betragen und Einrichtungen mit Rechtspersönlichkeit gewährt werden wie:

  • Behörden und öffentlichen Stellen,
  • Forschungseinrichtungen,
  • Gesundheitseinrichtungen,
  • Universitäten,
  • Hochschulen,
  • Unternehmen.

Nur in Ausnahmefällen können diese Finanzhilfen 80 % der förderfähigen Kosten betragen. Die Mittelausstattung des Programms kann auch Ausgaben im Zusammenhang mit der Vorbereitung, Überwachung, Kontrolle, Prüfung und Bewertung abdecken, die für die  Umsetzung des Programms erforderlich sind.

Budget:

Der Finanzrahmen für die Durchführung des Programms im Zeitraum wird auf 446 Mio. Euro festgesetzt.

Einzelziele/Programmstruktur:

Ziel 1: Beitrag zu innovativen und nachhaltigen Gesundheitssystemen

Die Europäische Kommission soll die Mitgliedsstaaten dabei unterstützen, den Mangel an Humanressourcen und Finanzmitteln zu beheben. Zudem soll sie die Mitgliedsstaaten dazu ermuntern, Innovationen im Gesundheitswesen zu übernehmen, etwa im Bereich der Gesundheitstelematik, sowie ihr Fachwissen in diesem Bereich gemeinsam zu nutzen. Darüber hinaus unterstützt das Programm die Europäische Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter.

Ziel 2: Verbesserung des Zugangs zu besserer und sicherer Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger

Die Kommission schlägt vor, die Akkreditierung Europäischer Referenznetze einzuführen, was zum Beispiel zur Förderung von Maßnahmen zur Bekämpfung seltener Krankheiten beitragen könnte. Es sollten auch Leitlinien hinsichtlich der Patientensicherheit und des Einsatzes von Antibiotika entwickelt werden.

Ziel 3: Gesundheitsförderung und Prävention

Die Mitgliedsstaaten werden aufgefordert, ihr Know-how in den Bereichen Prävention des Rauchens, des Alkoholmissbrauchs und Adipositas- Bekämpfung auszutauschen. Gezielte Maßnahmen sollen zudem dazu beitragen, chronischen Krankheiten, einschließlich Krebs, vorzubeugen.

Ziel 4: Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen

Nach Ansicht der Kommission müssen die Kapazitäten für die Bereitschaftsplanung und die Koordinierung zur Abwehr von grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen verbessert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://ec.europa.eu/health/programme/policy_de

https://ec.europa.eu/health/programme/policy_en

Ziele des Programms:

Horizont 2020 ist das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Als Förderprogramm zielt es darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Deshalb setzt Horizont 2020 nicht nur das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) fort, sondern integriert zusätzlich das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) und die Innovationselemente des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Das Rahmenprogramm deckt damit die gesamte Innovationskette ab: Von den ersten Ideen für die Grundlagenforschung bis hin zu fertig entwickelten neuartigen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren für Markt und Gesellschaft bietet Horizont 2020 auf europäischer Ebene eine Vielzahl von effektiven Förder- und Unterstützungsmaßnahmen und schafft damit die besten Voraussetzungen für Innovationen.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Förderfähig sind Antragsteller aus allen EU-Mitgliedsstaaten sowie die dem Rahmenprogramm assoziierten Staaten. Darüber hinaus werden Partner aus den Entwicklungsländern und den Länder der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik finanziell gefördert.  Forschende aus den Industrie- und Schwellenländern können zwar in Horizont 2020 teilnehmen, erhalten für die Beteiligung aber in der Regel keine finanzielle Förderung.

Potenzielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Natürliche und juristische (privatrechtlich oder öffentlich-rechtliche Einrichtungen) Rechtspersonen.

Vertragspartner der Europäischen Kommission bei Vorhaben in Horizont 2020 ist in der Regel die Einrichtung (z. B. Universität, Hochschule, Forschungsinstitut oder Unternehmen), wenn eine natürliche Person gemeinsam mit ihr einen Antrag gestellt hat (z. B. weil diese natürliche Person bei der Einrichtung angestellt ist). Dies gilt auch für individuelle Fördermaßnahmen, wie beispielsweise Stipendien – hier reichen die Antragstellenden den Antrag gemeinsam mit der Gasteinrichtung ein.

Budget:

Insgesamt stehen für Horizont 2020 in der Laufzeit von 2014-2020 rund 80 Milliarden Euro zur Verfügung.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Horizont 2020 gliedert sich in drei getrennte Schwerpunkte oder „Säulen“:

Säule 1: Gesellschaftliche Herausforderungen

Ein Großteil der Fördergelder wird zur Lösung von Herausforderungen aufgewendet. Die Projekte sollen Beiträge dazu liefern, wie beispielsweise dem Klimawandel, dem demografischen Wandel oder der prekären Welternährungslage begegnet werden kann.

Säule 2: Führende Rolle der Industrie

Hier wird insbesondere die industrielle Forschung und Entwicklung eingebunden. Schlüsseltechnologien und industrielle Technologien fördern nicht nur neue Produkte und damit mehr Wettbewerbsfähigkeit. Forschungsergebnisse in diesen Bereichen, wie etwa neuartige Materialien, Minicomputer oder biotechnologische Erkenntnisse, können auch eine wichtige Grundlage für andere Forschungsbereiche sein und zum Beispiel zur Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen.

Säule 3: Wissenschaftsexzellenz

Die besten Köpfe in Europa sollen in allen Phasen ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützt werden. Ziele dieses Schwerpunkts sind unter anderem die bessere Vernetzung von Forschenden sowie die Ermöglichung von Forschungsaufenthalten in anderen Staaten. Für Forschung und Innovation sollen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen weltweit führende Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung gestellt werden.

Daneben verfolgt das Programm noch weitere Ziele. So sollen forschungs- und innovationsschwächere Regionen an das Spitzenniveau herangeführt werden. Außerdem sollen Wissenschaft, Forschung und Innovation stärker in der Gesellschaft verankert werden. Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) setzt Forschungsaufträge um, um der Politik eine verlässliche Entscheidungsbasis bereitzustellen. Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) vereint das Dreieck des Wissens aus Bildung, Forschung und Innovation.

Ihre Ansprechpartnerin in der EU Service-Agentur für das Programm ist:

Sabine Eling-Saalmann
Telefon: +49 391/589-8381
Fax: +49 391/589-1691
sabine.eling-saalmann(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

www.horizont2020.de

http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/

Ziele des Programms:

Das transnationale Programm Interreg CENTRAL EUROPE unterstützt die europäische territoriale Zusammenarbeit im Programmraum ‚Central Europe‘ in der Programmperiode 2014-2020. Das übergeordnete Ziel ist die grenzübergreifende Kooperation, um europäische Städte und Regionen zu besseren Lebens- und Arbeitsorten zu machen. Transnationale Kooperationen sollten der Katalysator für die Umsetzung intelligenter Lösungen werden, als Antwort auf die regionalen Herausforderungen in den Bereichen Innovation, kohlenstoffarme Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Verkehr.

Innerhalb von vier Prioritätsachsen werden spezifische Aktionen unterstützt und vielseitige Ergebnisse erhalten. Der Fokus wird dabei auf Policy-Learning und umsetzungsorientierten Ansätzen auf transnationaler Ebene liegen.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Die Mitgliedsstaaten im Programmraum ‚Central Europe‘: Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Slowakei, Slowenien und Teile von Deutschland und Italien

Potentielle Antragsteller / Zielgruppen des Programms:

  • nationale, regionale und lokale Behörden
  • öffentliche Einrichtungen
  • Privatunternehmen

Budget:

Das Programm Interreg Central verfügt in der Förderperiode 2014-2020 über ein Budget in Höhe von 246 Millionen Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Prioritätsachse 1

„Kooperation im Bereich Innovation zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von CENTRAL EUROPE“

  • Entwicklung einer nachhaltigen Verbindung zwischen den Akteuren der zentraleuropäischen Innovationssysteme zur Stärkung der regionalen Innovationsfähigkeit

  • Verbesserung von Wissen und Fähigkeiten, um ökonomische und soziale Innovationen in zentraleuropäischen Regionen  voranzubringen

Prioritätsachse 2

„Kooperation im Bereich kohlenstoffarmer Strategien in CENTRAL EUROPE“

  • Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Erhöhung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in öffentlicher Infrastruktur
  • Verbesserung von territorialen Energieplanungsstrategien und –politiken zum Aufhalten des Klimawandels
  • Verbesserung der Mobilitätsplanung in funktionalen städtischen Gebieten, um CO2-Emissionen zu verringern

Prioritätsachse 3

„Kooperation im Bereich natürlicher und kultureller Ressourcen für nachhaltiges Wachstum in CENTRAL EUROPE“

  • Verbesserung der integrierten Umweltmanagementkapazitäten für den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Kulturerbes und der natürlichen Ressourcen
  • Verbesserung der Kapazitäten für die nachhaltige Nutzung des Kulturerbes und der natürlichen Ressourcen
  • Verbesserung des Umweltmanagements in funktionalen städtischen Gebieten, um sie zu lebenswerteren Orten zu machen

Prioritätsachse 4

„Kooperation im Bereich Verkehr für bessere Verbindungen in CENTRAL EUROPE“

  • Verbesserung der Planung und Koordination regionaler Passagiertransportsysteme für bessere Verbindungen zu nationalen und europäischen Verkehrsnetzwerken

  • Verbesserung der Koordination zwischen den Stakeholdern im Güterverkehr zur Steigerung der multimodalen umweltfreundlichen Frachtlösungen

Ihre Ansprechpartnerin in der EU Service-Agentur für das Programm ist:

Sabine Eling-Saalmann
Telefon: +49 391/589-8381
Fax: +49 391/589-1691
sabine.eling-saalmann(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms

Dem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanzierten Programm Interreg Europe liegen folgende elementare Ziele zugrunde:

  • Erfüllung der Ziele der Kohäsionspolitik der Europäischen Union: Abbau der Ungleichheiten; innovativere, nachhaltigere und integrativere Gestaltung der EU
  • Verbesserung der regionalen Entwicklung durch grenzüberschreitende Kooperation
  • Anregung zum „Policy-Learning“ zwischen Behörden zur Verbesserung der Leistung der politischen Maßnahmen und Programme für die regionale Entwicklung
  • Austausch von vorbildlichen Praktiken (good practices) und Ideen für Behörden in ganz Europa zur Verbesserung ihrer Strategien für die Bürger vor Ort

Teilnahmeberechtigte Länder:

Organisationen, die ihren Sitz in einem der 28 EUMitgliedsstaaten, Norwegen oder der Schweiz haben, kommen grundsätzlich für eine Interreg Europe-Förderung in Frage.

Potentielle Antragsteller / Zielgruppen des Programms:

  • nationale, regionale (oder lokale) Behörden
  • andere Institution des öffentlichen Rechts (z. B. Universitäten, Agenturen für Regionalentwicklung, Akteure, die die Wirtschaft unterstützen usw.). Jedes Land legt entsprechend der nationalen Bestimmungen fest, welche Institutionen förderungswürdig sind.

Budget:

Das Interreg Europe-Programm verfügt für den Zeitraum 2014-2020 voraussichtlich über ein Budget aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von 359 Millionen Euro.

Einzelziele/ Programmstruktur:

In Interreg Europe wird zu den folgenden vier Themen, die alle mit der regionalen Entwicklung verbunden sind, gearbeitet:

Thema 1

Forschung, technologische Entwicklung und Innovation:

  • Forschungs- und Innovationsinfrastruktur
  • Synergien zwischen Unternehmen und F&E
  • soziale, öko- und „offene“ Innovationen
  • Steigerung der Innovationsfähigkeit
  • „Smart Spezialisation“
  • Kultur- und Kreativindustrie

Thema 2

Wettbewerbsfähigkeit von KMU:

  • Unterstützung von KMU für mehr Wachstum und Innovation
  • Erschließung regionaler, nationaler und internationaler Märkte

Thema 3

CO2-arme Wirtschaft:

  • Reduzierung des CO2-Ausstoßes insbesondere in städtischen Gebieten
  • Erhöhung der Nutzung von erneuerbarenEnergien
  • nachhaltige städtische Mobilität

Thema 4

Umweltschutz und Ressourceneffizienz:

  • Schutzund Entwicklung von Natur- und Kulturerbe
  • Übergang zu einer ressourcenschonenden Wirtschaft
  • grünes Wachstum

Interreg Europe wird zwei Aktionen finanzieren:

a) Kooperationsprojekte: Partnerschaften bestehend aus öffentlichen Organisationen der unterschiedlichen europäischen Länder arbeiten drei bis fünf Jahre zusammen, um ihre Erfahrungen zu einem bestimmten Politikfeld auszutauschen. Jede an diesem Kooperationsprojekt beteiligte Region erstellt einen Aktionsplan. Durch diesen wird detailliert sichergestellt, was in der Region getan wird, um die aus der Kooperation gezogenen Lehren auch in der Praxis umzusetzen. Die Projekte überwachen den Aktionsplan, um festzustellen, wie gut die Kooperation funktioniert hat.

Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen werden über die gesamte Programmlaufzeit hin veröffentlicht.

b) „Policy-Learning“ Plattformen: Ein Raum für kontinuierliches Lernen, in dem jede Organisation, die sich mit Politiken zur Regionalentwicklung in Europa befasst, die Möglichkeit hat, Lösungen zur Verbesserung des Managements und der Umsetzung dieser Politiken im Bereich der vier oben genannten Themen zu finden.

Ihre Ansprechpartnerin in der EU Service-Agentur für das Programm ist:

Sabine Eling-Saalmann
Telefon: +49 391/589-8381
Fax: +49 391/589-1691
sabine.eling-saalmann(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms:

Mit dem Programm Justiz 2014-2020 fördert die Europäische Union Maßnahmen, die zur Weiterentwicklung eines europäischen Rechtsraums beitragen. Das Programm soll Bürgern und Unternehmen in Europa die Durchsetzung ihrer Rechte bei grenzübergreifenden Rechtsstreitigkeiten erleichtern und die Bekämpfung von Drogenmissbrauch und Kriminalität auf EU-Ebene unterstützen.

Das Programm ist der Nachfolger von drei Förderprogrammen der Förderperiode 2007-2013:

Ziviljustiz (Civil Justice -JCIV), Strafjustiz (Criminal Justice – JPEN) und Drogenprävention und -aufklärung (Drug Prevention and Information Programme – DPIP).

Teilnahmeberechtigte Länder:

Die Teilnahme am Programm steht allen Mitgliedsstaaten außer dem Vereinigten Königreich und Dänemark offen.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Das Programm richtet sich insbesondere an Angehörige der Rechtsberufe, Einrichtungen der Rechtspflege sowie nationale, regionale und lokale Behörden.

Antragsberechtigt sind öffentliche und private Organisationen ohne Erwerbszweck, einschließlich Berufsverbänden, Hochschulen, Forschungsinstituten, Bildungseinrichtungen sowie Nichtregierungsorganisationen.

Unternehmen können sich nur zusammen mit Organisationen ohne Erwerbszweck oder öffentlichen Einrichtungen an dem Programm beteiligen.

Budget:

Für die Durchführung des Programms stehen in den Jahren 2014 bis 2020 insgesamt 377,6 Mio. Euro zur Verfügung.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Spezifische Ziele des Programms sind:

  • die Erleichterung und Unterstützung der justiziellen Zusammenarbeit in Zivil- und Strafsachen,
  • die Förderung der juristischen Ausbildung, einschließlich der Schulung in fremdsprachlicher Rechtsterminologie,
  • die Förderung eines effektiven Zugangs zur Justiz für alle,
  • die Unterstützung von Initiativen auf dem Gebiet der Drogenpolitik in Bezug auf die Aspekte der justiziellen Zusammenarbeit und der Kriminalprävention.

Mitfinanziert werden Maßnahmen in folgenden Bereichen:

  • Aufklärung der Öffentlichkeit und Erweiterung ihrer Kenntnisse über das Unionsrecht und die Unionspolitiken,
  • Verbesserung der Kenntnisse des Unionsrechts, um die effiziente justizielle Zusammenarbeit in Zivil- und Strafsachen zu gewährleisten,
  • Verbesserung der Umsetzung und Anwendung der Rechtsinstrumente der Union in den Mitgliedstaaten,
  • Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, Verbesserung der wechselseitigen Kenntnis und des wechselseitigen Verständnisses des Zivil- und des Strafrechtssowie der Rechts- und Justizsysteme der Mitgliedstaaten,
  • Verbesserung des Wissens um und des Verständnisses von potenziellen Hindernissen für das reibungslose Funktionieren des europäischen Rechtsraums,
  • Verbesserung der Effizienz der Justizsysteme und der gegenseitigen Zusammenarbeit mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms:

LIFE ist das einzige Förderprogramm der Europäischen Union, das sich ausschließlich mit Umweltthemen beschäftigt.

LIFE 2014-2020 soll die Durchführung des 7. Umweltaktionsprogramms der Union „Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten“ (2013-2020) unterstützen. Mit LIFE 2014-2020 fördert die Union Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels, des Verlustes an biologischer Vielfalt, die Minimierung negativer Umweltauswirkungen auf die menschliche Gesundheit und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Abfall.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Das Programm ist offen für:

  • EU-Mitgleidsstaaten,
  • EFTA-/EWR-Länder (Island, Liechtenstein und Norwegen),
  • Kandidatenländer, Teilhabe von Drittländern (zusätzliche Anforderungen).

Kooperationen mit relevanten internationalen Organsiationen sind möglich.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Das Programm steht einer Vielzahl von Organisationen, die im Bereich Umweltschutz und Klimawandel tätig sind, offen:

  • juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts,
  • nationale, regionale und lokale Behörden,
  • im EU-Recht vorgesehene spezialisierte Stellen,
  • internationale Organisationen (EU),
  • NGOs (unabhängig und nicht gewinnorientiert).

Budget:

Der Förderzeitraum ist in zwei Förderphasen unterteilt, für die jeweils ein mehrjähriges Arbeitsprogramm (MAP) aufgestellt wird.

1. MAP: (2014-2017), 2. MAP (2018-2020)

Innerhalb der MAPs sind jährliche Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen vorgesehen.

Der überwiegende Anteil des Budgets wird für maßnahmenbezogene Finanzhilfen (Projekte) ausgereicht. Möglich sind aber auch Betriebskostenzuschüsse für NGOs, die vorrangig im Bereich Umwelt und Klima tätig sind (mit Bezug auf entsprechende EU-Politiken). Darüber hinaus möchte die Kommission in der laufenden Periode durch das neue Projektformat der Integrierten Projekte (IP) als  koordinierenden Finanzierungsmechanismus das Zusammenspiel mit anderen relevanten Ko-Finanzmitteln verbessern.

Einzelziele/ Programmstruktur:

LIFE besteht aus dem Unterprogramm UMWELT und dem Unterprogramm KLIMA. Jedes dieser Unterprogramme beinhaltet drei Schwerpunktbereiche.

Der Programmteil UMWELT umfasst die Schwerpunktbereiche:

  • Umwelt u. Ressourceneffizienz (496 Mio- Euro)
  • Natur und Biodiversität (610 Mio. Euro)
  • Umweltpolitik u. Umwelt (163 Mio. Euro)

Zusätzlich sind im MAP thematische Prioritäten für die jeweiligen Schwerpunktbereiche im Unterprogramm UMWELT aufgeführt.

Der Programmteil KLIMA umfasst gleichfalls drei Schwerpunktbereiche:

  • Minderung der Folgen des Klimawandels (193 Mio. Euro)
  • Anpassung an den Klimawandel (190 Mio. Euro)
  • Verwaltungspraxis und Information im Klimabereich (48 Mio. Euro)

Zusammen mit den jährlichen Ausschreibungen werden für die jeweiligen Förderschwerpunkte Antragspakete inklusive Leitfaden bereitgestellt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms:

Das neue Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“ löst mit dem Ziel der Vereinfachung die bisherigen EU-Förderprogramme „Grundrechte und Unionsbürgerschaft“, „Daphne III“ sowie „Beschäftigung und soziale Solidarität – Progress“ in Hinblick auf die Kapitel „Nichtdiskriminierung und Vielfalt“ sowie „Gleichstellung der Geschlechter“ ab.

Ziel des Programms ist es, zur Förderung der Gleichstellung und zur Wahrung der Rechte innerhalb der EU beizutragen.

Teilnahmeberechtigte Länder:

An dem Programm teilnehmen können alle Einrichtungen und Stellen mit rechtlichem Sitz in

  • den Mitgliedsstaaten,
  • den Staaten der Europäische Freihandelszone (EFTA), die Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen  irtschaftsraum sind, gemäß jenes Abkommens,

  • Kandidatenländern, potenziellen Kandidaten und Beitrittsländern gemäß den allgemeinen Grundsätzen und den allgemeinen Voraussetzungen und Bedingungen, die für die Teilnahme  dieser Länder an den durch die jeweiligen Rahmenabkommen  errichteten Unionsprogrammen und den Beschlüssen der Assoziationsräte oder ähnlichen Abkommen festgelegt sind.

Potenzielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Grundsätzlich können alle Einrichtungen und Stellen, die in den genannten Bereichen arbeiten, am Programm teilnehmen. Einrichtungen und Stellen mit Erwerbszweck haben nur zusammen mit Organisationen ohne Erwerbszweck oder öffentlichen Einrichtungen Zugang zum Programm.

Budget:

Für die Durchführung des Programms bis 2020 wurde eine Finanzausstattung in Höhe von 439,47 Mio. Euro festgelegt.

Einzelziele/ Programmstruktur:

57 % des Budgets werden für folgende Einzelziele verwendet:

  • Förderung der Anwendung des Grundsatzes  der Nichtdiskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung,

43 % der Programmmittel sind für nachstehende spezifische Ziele vorgesehen:

  • Vorbeugung und Bekämpfung aller Formen von diskriminierender Gewalt sowie Opferschutz,

  • Förderung und Schutz der Kinderrechte,

  • Beitrag zur Gewährleistung eines bestmöglichen Privatsphäre- und Datenschutzes,

  • Förderung und Verbesserung der Wahrnehmung der Unionsbürgerrechte,

  • Befähigung der Verbraucher bzw. Unternehmer im Binnenmarkt, ihre Unionsrechte durchzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms

URBACT III knüpft an das bisherige Programm an. Ziel des Netzwerkprogramms für Städte im Rahmen der interregionalen Zusammenarbeit ist es, integrierte und nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern und den Städten weiterhin eine Möglichkeit zum direkten Erfahrungsaustausch zu bieten. Dazu gehört die Ermittlung, Weitergabe und Verbreitung vorbildlicher Praktiken (good practices) in Bezug auf nachhaltige städtische (und ländliche) Entwicklung.

Teilnahmeberechtigte Länder:

28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und die Schweiz.

Potentielle Antragsteller / Zielgruppen des Programms:

  • Städte (Lead-Partnerschaft)
  • Lokale Agenturen, die als (halb-)öffentliche Organisationen von einer Kommune gegründet wurden, teilweise oder vollständig in kommunalem Besitz sind und verantwortlich für die Gestaltung und Umsetzung spezifischer Politiken (Wirtschaftsförderung, Energieversorgung, Gesundheitsdienste, Verkehrsbetriebe, etc.) sind

  • Regionale, Landes-und bundesweite Institutionen, wenn sie mit städtischen Fragestellungen befasst sind

  • Universitäten und Forschungszentren, wenn sie mit städtischen Fragestellungen befasst sind

Budget:

Das Budget für die Förderperiode 2014-2020, finanziert durch den EFRE und 30 Mitglieds- und Partnerstaaten, beläuft sich auf 96 Mio. Euro.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Die vier Hauptziele des Programms sind:

  • Die Fähigkeit der Städte zu verbessern, nachhaltige Städtepolitik und Praktiken integriert und partizipativ zu managen

  • Die Ausgestaltung nachhaltiger städtischer Strategien und Aktionspläne in Städten zu verbessern

  • Die Umsetzung integrierter nachhaltiger Stadtentwicklungspläne zu verbessern

  • Sicherzustellen, dass Praktiker und Entscheidungsträger auf allen Ebenen (EU, national, regional und lokal) verstärkt Zugang zum thematischen Wissen von URBACT haben und das Know-how über die vielen Aspekte nachhaltiger Stadtentwicklung teilen, um damit Städtepolitiken zu verbessern

Diese Ziele werden im Rahmen der folgenden drei Schlüsselaktivitäten umgesetzt:

  • Transnationale Vernetzung: Um Städte durch gegenseitiges Lernen und den Transfer guter Praxis bei der Gestaltung und Umsetzung integrierter städtischer Strategien zu unterstützen.

  • Aufbau von Strukturen und Kompetenzen der integrierten Stadtentwicklung: Um die städtischen Akteure zu qualifizieren, integrierte und partizipative Ansätze für die Gestaltung und Durchführung städtischer Politiken zu entwickeln (durch nationale Fortbildungsseminare, Sommeruniversitäten, etc.).

  • Kapitalisierung und Verbreitung: Um städtisches Wissen, Praktiken, Politikempfehlungen etc. zu kapitalisieren und zu verbreiten und damit Politikgestaltung und Umsetzung auf lokaler, regionaler, nationaler und EU-Ebene anzureichern (durch Seminare, Web-Plattform, Publikationen, Nationale URBACT Anlaufstellen, etc.)

Ihre Ansprechpartnerin in der EU Service-Agentur für das Programm:

Sabine Eling-Saalmann
Telefon: +49 391/589-8381
Fax: +49 391/589-1691
sabine.eling-saalmann(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ziele des Programms:

Das neue Verbraucherprogramm wird dem allgemeinen Ziel der künftigen Verbraucherpolitik dienen, den mündigen Verbraucher in den Mittelpunkt des Binnenmarktes zu stellen. Die europäische Verbraucherpolitik soll die nationale Politik unterstützen und ergänzen, indem sie sicherstellt, dass die EU-Bürgerinnen und EU-Bürger die Vorteile des Binnenmarktes uneingeschränkt wahrnehmen können und ihre Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen dabei angemessen geschützt sind.

Teilnahmeberechtigte Länder:

Mit Mitteln aus dem Programm sollen Maßnahmen in allen 28 EU-Mitgliedstaaten und in den am Europäischen Wirtschaftsraum beteiligten EFTALändern gefördert werden.

Potentielle Antragsteller/ Zielgruppen des Programms:

Direkt zugutekommen wird das Programm den nationalen Behörden, die für die Verbraucherpolitik, die Sicherheit und die Rechtsdurchsetzung zuständig sind, sowie dem Netz der Europäischen Verbraucherzentralen (EVZ) und den auf nationaler oder auf EU-Ebene tätigen Verbraucherorganisationen. Indirekt werden auch die Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren: von schlagkräftigeren Verbraucherorganisationen, von besserer Beratung durch die EVZ und von den Durchsetzungsmaßnahmen, die die Behörden wegen  knapper Mittel sonst nicht hätten durchführen können.

Budget:

Die Mittelausstattung des Programms beträgt 188,8 Mio. Euro; dies entspricht gerade einmal 5 Cent je Bürger und Jahr.

Einzelziele/ Programmstruktur:

Die Hauptprobleme, die durch Finanzierung von Maßnahmen im Rahmen des neuen Programms angegangen werden sollen, sind in vier Gruppen zusammengefasst:

Sicherheit. Die nationalen Durchsetzungsbehörden müssen enger koordiniert, die mit der globalisierten Produktionskette zusammenhängenden Risiken müssen in Angriff genommen werden. Es besteht ein wachsender Bedarf an sicheren Dienstleistungen, auch wegen der älter werdenden Bevölkerung.

Verbraucherinformation und Verbraucherbildung. Benötigt werden vergleichbare, zuverlässige und benutzerfreundliche Informationen für Verbraucher, besonders zu Fragen des grenzübergreifenden Einkaufens; Konsumenten – und Einzelhändler – sind unzureichend über die wichtigsten Verbraucherrechte informiert; zudem fehlen belastbare Daten darüber, inwieweit der Markt den Erwartungen der Verbraucher entspricht; die Verbraucherorganisationen müssen insbesondere in einigen Mitgliedstaaten leistungsfähiger, die Bildungs- und Informationsinstrumente besser werden.

Verbraucherrechte und wirksamer Rechtsschutz. Damit sich die Konsumentinnen und Konsumenten darauf verlassen können, dass ihre Rechte in einem anderen Mitgliedstaat ebenso gut geschützt sind wie im eigenen Land, müssen die Verbraucherrechte insbesondere bei grenzübergreifenden Geschäften weiter gestärkt und außerdem die Probleme angepackt werden, die Verbraucher gerade im Ausland bei der Durchsetzung ihrer Rechte haben.

Stärkung der grenzübergreifenden Durchsetzung von Verbraucherrechten. Es gilt, die Verbraucherinnen und Verbraucher besser mit dem EVZ-Netz vertraut zu machen und dessen Wirksamkeit zu steigern. Erhöht werden muss auch die Effizienz des Netzes der nationalen Durchsetzungsbehörden.

Ihr Ansprechpartner in der EU Service-Agentur für das Programm ist:

Daniel Gerlich
Telefon: +49 391/589-8396
Fax: +49 391/589-1691
daniel.gerlich(at)ib-lsa.de

Weitere Informationen finden Sie hier.